Stell dir vor, es brennt und keiner löscht.

Feuerwehrfahrzeug verunfallte auf dem Weg zum Einsatz

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Am vergangenen Samstag wurde die Ortsfeuerwehr Wagenfeld zu einem Verkehrsunfall mit eingeklemmten Personen gerufen.
Gegen 11:50 Uhr befuhren zwei PKW die B 239 aus Richtung Rahden kommend in Richtung Wagenfeld. Kurz vor der Kreisgrenze setzte der zweite PKW zum überholen an, was der vor ihm fahrende PKW offensichtlich nicht registrierte. Dieser beabsichtigte zeitgleich nach links auf ein Grundstück abzubiegen. Hierbei kam es zu einer Kollision beider Fahrzeuge. Das vorne fahrende Fahrzeug durchbrach hierbei einen Grundstückszaun und kam in einem Vorgarten zum stehen, das überholende Fahrzeug kollidierte nach der ersten Berührung mit dem vorausfahrenden Fahrzeug mit einem Baum.

Da es im ersten Moment schien als wären bei diesem Unfall Personen eingeklemmt worden wurde umgehend neben diversen Krankenwagen die Feuerwehren Wagenfeld und etwas später der Löschzug Preußisch Ströhen alarmiert.
Auf der Anfahrt zum Einsatzort wurde dann ein Einsatzfahrzeug der Feuerwehr Wagenfeld in einen Folgeunfall verwickelt. Da sich vor dem ersten Unfallort bereits eine längere Autoschlange gebildet hatte, waren die Kameraden dazu gezwungen auf der linken Fahrbahnhälfte zum ersten Unfallort zu fahren.
Einige ungeduldige Verkehrsteilnehmer wendeten unter dessen auf der Fahrbahn was einem PKW zum Verhängnis wurde. Als das Löschgruppenfahrzeug (LF16) der Ortsfeuerwehr Wagenfeld mit eingeschaltetem Blaulicht und Martinshorn an den wartenden Fahrzeugen vorbei fuhr, beabsichtigte ein vor einem LKW stehender Kleinwagen ebenfalls auf der Straße zu drehen, hierbei kam es zum Folgeunfall.
Da der Fahrer des Einsatzfahrzeuges keine Chance hatte, das Vorhaben des Kleinwagen voraus zu sehen , kam es zu einer Kollision beider Fahrzeuge. Der PKW touchierte die rechte Beifahrerseite des Einsatzfahrzeuges wobei die gesamte Front des PKW weggerissen wurde. Das Einsatzfahrzeug wies anschließend auf ganzer Länge Schäden auf und ist somit nicht mehr einsatzbereit.
Die zwei Fahrer des ersten Unfalles wurden durch mehrere Rettungswagen und einen Notarzt versorgt und in umliegende Krankenhäuser verbracht. Die Insassen des am Folgeunfall beteiligten PKW kamen mit einem Schock davon.

Die Feuerwehr Wagenfeld war mit fünf Einsatzfahrzeugen und 23 Feuerwehrkamerade ausgerückt.
Polizeilich wurde der Einsatz von den Einsatzkräften aus NRW aufgenommen, da sich der Unfall hinter der Landesgrenze ereignete.

 

http://www.kreiszeitung.de/lokales/minden-luebbecke/kreis-minden-luebbecke-zwei-schwerverletzte-unfall-b239-6122398.html

Quelle: Kreiszeitung.de